100-jähriges Bestehen

HAKOS Präzisionswerkzeuge Hakenjos GmbH feierte 100-jähriges Bestehen

In einer Küche in der Schwenninger Bergstraße fing vor einem Jahrhundert alles an:
Andreas Hakenjos (1875-1954) gründete im Jahre 1910 die gleichnamige Firma, deren Produktgruppen aus Gewindeschneidwerkzeugen und Lehren bestanden. Und auch heute - vier Generationen später - steht der Name "HAKOS" für Qualitätswerkzeuge und Metallverarbeitung auf höchstem Niveau. 100 Jahre Familienunternehmen – das ist ein guter Grund zur Freude, wie nicht nur die beiden geschäftsführenden Gesellschafter Birgit Hakenjos-Boyd und Werner Hakenjos finden.

Villingen-Schwenningen – Es wurde eine Wand aus der Küche herausgerissen, eine kleine Werkstatt eingerichtet und was vor 100 Jahren noch niemand ahnte: Damit war der Grundstein für das renommierte Familienunternehmen "HAKOS Präzisionswerkzeuge Hakenjos GmbH" gelegt. Gewindeschneidwerkzeuge und Lehren wurden damals von Firmengründer Andreas Hakenjos gefertigt. Bis zum ersten Weltkrieg. Im Jahre 1928 wurde dann in der Reutestraße gebaut. Knapp zehn Jahre später lernte Emma Hakenjos - an Ostern 1937 - einen der bekanntesten Segelflieger Deutschlands auf dem Klippeneck kennen:
Firmengründersohn Rudolf Hakenjos, er arbeitete als Fluglehrer für Lastenflieger-Piloten. Die beiden Frischverliebten heirateten und bekamen zwei Kinder.
"Mein Schwiegervater kam aus ganz armen Verhältnissen", erinnert sich Emma Hakenjos noch ganz genau. Sie war im Büro "Mädchen für alles", wie sie schmunzelnd berichtet. Bei dem Konfektionsspezialisten "Bleyle" und an der deutschen Arbeitsfront wurde sie kaufmännisch ausgebildet.
Nach der Demontage durch die Besatzungsmächte - im Gegensatz zu den Hauptkonkurrenten in der amerikanischen Besatzungszone, die unbeschadet blieben - folgte im Jahr 1945 der Wiederaufbau und die Übernahme der Firma durch die Gründersöhne Rudolf, Karl und Arthur. Noch heute schwärmt die 91-jährige Dame: "Mein Mann Rudolf war Mechaniker-Meister und ein richtiger Tüftler." Vom Nähnadeleinfädler, Gewindebohrer, Schneideisen bis hin zum Dosenöffner wurden fortan sämtliche Produkte gefertigt. Ein früher Werbespruch lautete: "Büchsenöffner Hakenjos öffnet Büchsen klein und groß." Dann ging es mit der Firma 30 Jahre lang stetig bergauf, wie die Seniorin gerne die Zeit Revue passieren lässt.
Im Jahr 1962 wurden Lohnarbeiten, Innen- und Außenbearbeitung von Rundteilen sowie Gewinde- und Rundschleifen als weiteres Firmenstandbein aufgebaut. Sechs Jahre später dann, eine Filiale in Öfingen eröffnet und die Söhne von Rudolf Hakenjos, Günter und Werner, leiteten die Geschicke des Unternehmens. Der neue und damit aktuelle Standort in der Eichendorffstraße in Schwenningen, wurde im Jahr 2001 bezogen und hier wird die Erfolgsfirmengeschichte weitergeschrieben. 2002 gab es nämlich einen weiteren gelungenen Generationenwechsel: Die Tochter von Günter Hakenjos, Birgit Hakenjos-Schlenker führt seither gemeinsam mit ihrem Onkel Werner das Unternehmen.
Heute arbeiten mehr als 40 hochmotivierte Mitarbeiter am Erfolg des Unternehmens, das auf einer Fläche von rund 2000 Quadratmetern im Industriegebiet Dickenhardt produziert und als einziger Spezialist der Region, alle Arbeitsabläufe aus einer Hand anbietet. Es gibt Mitarbeiter, die bereits seit 45 Jahren dem Unternehmen die Treue halten. Das Fertigungsprogramm ist bundesweit gefragt und ob Präzisionswerkzeuge, Präzisionsschleifteile oder Lohnarbeiten – der Anspruch, ausschließlich Qualitätsarbeit für hohe industrielle Anforderungen zu liefern, gilt damals wie heute. Und was sagt die Familienälteste, Emma Hakenjos, zum 100-jährigen Bestehen? "Ich freue mich einfach, dass die Firma blüht und gedeiht!"